Es war einmal im Materialzauberland…

An diesem Mittwochmorgen ist viel los im Klassenraum der 5a. Nicht nur Gabriele Bräuer, Deutschlehrerin der 5a und Claudia Sobich sind mit dabei, sondern auch Maria Hilken, eine studentische Mitarbeiterin, die heute hinter der Kamera steht und zu guter Letzt noch ich, Emilia Kurilov. Full House in der 5a.

Aber so ein großer Aufmarsch hat natürlich seine Gründe… Heute dreht sich alles um das Märchen vom Materialzauberland. Zu Ehren der neuen Königin soll ein Schloss errichtet werden, das alles zuvor Dagewesene in den Schatten stellt. Um das zu bewerkstelligen, veranstaltet die Königin bei ihrer Krönung einen Wettbewerb, bei dem die Bauherren des Landes ihre besten Vorschläge präsentieren sollen. Doch leider erscheint niemand… außer einer.

Bei diesem handelt es sich um den verkleideten Zauberer Grünspan, dem ärgsten Rivalen der Königsfamilie. Dieser schlägt vor ein Schloss aus Lebkuchen zu bauen. Die Königin sieht zwar ein, dass das sehr lecker sein würde, aber ist Lebkuchen wirklich als Baustoff geeignet? Mit Hilfe der Forscherklasse, will sie genau das überprüfen.

Natürlich wissen die Kinder, dass man aus Lebkuchen keine Häuser bauen sollte, vor allem nicht in Bremen, bei dem Schietwetter, das hier öfters sein Unwesen treibt.
Aber Gabi Bräuer und Claudia Sobich haben sich etwas Spannendes überlegt: Die Kinder sollen in der nächsten Unterrichtseinheit „Märchenhaftes Material“ ein Videoprojekt durchführen.

Aber eins nach dem anderen. Zuerst sollen die Kinder sich in ihren Tischgruppen im ThinkPairShare-Modus austauschen, wie denn das Märchen weiter gehen könnte. Begeistert erzählen die Kinder drauf los. Sie haben viele kreative Ideen. Zum Beispiel, könnte die Forscherklasse mit der Königin zur Uni gehen und ihr mit den dortigen Gerätschaften zeigen, dass Lebkuchen ein sehr instabiles Material ist und schnell durchweichen kann. Oder es könnte auch ein Bäcker mitspielen, der den Lebkuchen backt.

Um alle Ideen der Kinder zu sammeln, gehen die Schüler in einem „World Café“ von Szene zu Szene, welche wir vorher festgelegt haben und sammeln auf großen Plakaten alles, was ihnen dazu hier sagen, wie die Szenen heißen einfällt. Und die kreativen Köpfe können gar nicht aufhören, immer mehr Ideen auszuspucken. Von Action-geladenen Kampfszenen bis hin zu tanzenden Einhörnern ist alles mit dabei.

Alle Ideen auf einen Blick

Nach vielen Diskussionen ist am Ende der Doppelstunde  dann der rote Faden für die Geschichte gewebt und alle sind zufrieden. Es bleiben noch ein paar Minuten, um über die Kulissen zu sprechen und Claudia Sobich verteilt schon mal die großen Plakatwände, die morgen bemalt werden sollen.

Emilia Kurilov ist studentische Mitarbeiterin im TP Öffentlichkeitsarbeit. Sie studiert Medien-, Kommunikations- und Wirtschaftswissenschaft an der Uni Bremen.

Bildquellen

  • Alle Ideen auf einen Blick: Maria Hilken / SFB 1232
  • Was soll in der Geschichte vorkommen?: Claudia Sobich /SFB 1232

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.