Die erste Informatikstunde meines Lebens

Die erste Projektstunde nach den Ferien, ist nicht nur für die Kinder der 5a etwas ganz Besonderes.  Denn die erste Stunde im neuen Arduino-Projekt, welches Mathelehrer Markus Leuschner, Informatiker Sebastian Huhn und Psychologin Cornelia Große zusammen entwickelt haben, ist für mich die erste Informatikstunde meines Lebens – in meiner alten Schule fehlten leider die Lehrkräfte, um dieses Fach zu besetzen. Dementsprechend bin ich wahrscheinlich genau so aufgeregt wie die Kinder der Forscherklasse, nach der langen Sommerpause wieder mit dem Projektunterricht loszulegen!

In alter Frische kommen die Kinder gegen 8 Uhr morgens in den Computerraum der WFO gestürmt. Nachdem noch die neusten Urlaubserlebnisse ausgetauscht wurden, geht es auch schon los. Zusammen haben sich Markus Leuschner und das Team von der Uni überlegt, dieses Jahr ein kleines „Schiffe-versenken-Spiel“ zu programmieren. Ein Raunen geht durch die Klasse. Den Kindern fällt es deutlich schwer, nicht sofort die PCs hochzufahren und mit dem Programmieren loszulegen. Aber erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Zunächst muss geklärt werden, welchem mathematischen Konzept das Feld beim Schiffe-Versenken ähnelt. Binnen weniger Sekunden schießen die Finger der Schüler in die Höhe. Na klar, das Feld sieht fast genauso aus wie ein Koordinaten-System.

Hannes und Markus Leuschner erklären das Konzept des Koordinaten-Systems
Hannes und Markus Leuschner erklären das Konzept des Koordinaten-Systems.

Um später einen Überblick über die versengten Treffer zu haben, müssen die Kinder selber ran und ein Koordinaten-System zeichnen. Einigen fällt es etwas schwer – schließlich liegen zwischen heute und der letzten Mathestunde 6 Wochen – aber am Ende hat jeder ein Koordinaten-System vor sich liegen. Mit ein paar kleinen Änderungen, sieht es auch schnell wie ein Spielfeld aus und eine erste Proberunde „Schiffe-Versenken“ kann gespielt werden.

Danach geht es darum, die Grundlagen des Programmierens von „Schiffe-Versenken“ zu erklären. Sebastian Huhn hat sich 3 verschiedene Möglichkeiten ausgedacht, später die Schiffchen auf dem Arduino anzeigen zu lassen, die sich in ihrem Schwierigkeitsgrad unterscheiden. Markus Leuschner hilft währenddessen beim Erklären, indem er alles einmal an einem fertigen Arduino demonstriert.

Markus Leuschner erklärt die Arduinos
Markus Leuschner erklärt die Arduinos.

Zum Schluss werden noch die Gruppen ausgelost, in denen die Kinder zu einem späteren Zeitpunkt gegeneinander antreten. Dabei handelt es sich immer um Zweier-Teams, die nach Geschlechtern getrennt sind. Ich glaube, in diesem Moment in manchen Kinderaugen ein siegessicheres Funkeln zu erkennen!

Aber leider müssen die Kinder noch etwas warten, bis sie ihre Seeschlachten schlagen können, denn just in diesem Moment klingelt es auch schon zur Pause.

Bildquellen

  • k-DSC_0151: SFB1232/Emilia Kurilov
  • k-DSC_0086: SFB1232/Emilia Kurilov
  • Die Kinder freuen sich aufs Programmieren: SFB1232/Emilia Kurilov

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