Wir bauen einen Kupferrohrmotor

Gut geplant ist halb gebaut

Wie angekündigt, hatten wir statt WAT heute (am Dienstag, 27.02.2018) Projektunterricht. Im Werkraum waren dann auch Herr Baune und Herr Bösing.

Herr Baune hatte mit Upcycling eine Dampfmaschine gebaut, die mit einem Grillanzünder betrieben wurde. Wir haben uns in Gruppen aufgeteilt, in denen wir mit Upcycling Boote herstellen sollten.

Die Boote sollten mit einem Heißwasserantrieb fahren, der so funktionieren sollte: Es führen hinten 2 Rohre ins Wasser. Durch das eine Rohr fließt kaltes Wasser in einer Spirale über eine Kerze. Diese Kerze ist mit einem dickeren Docht so präpariert, dass sie besonders heiß brennt. Sie erhitzt also das Wasser im Rohr und bringt es zum Kochen. Das heiße Wasser fließt (da es jetzt seinen Aggregatszustand von flüssig zu gasförmig ändert, braucht es mehr Platz. Daher fließt es jetzt weiter.) aus dem andren Rohr hinten heraus und erzeugt so einen Rückstoß. Durch den so entstehenden Unterdruck im Rohr wird neues kaltes Wasser angesaugt, und der Vorgang wiederholt sich (Das Boot fährt deshalb ruckartig).

Jetzt haben wir überlegt, wie wohl unser Boot aussehen könnte. Dann war die Stunde auch schon zu Ende, aber wir hatten mit dem Bootsbau noch nicht begonnen. Ich freue mich schon auf das nächste Mal.

Tim liest vor, wer welche Aufgaben bei der Gruppenarbeit hat
Tim liest vor, wer welche Aufgaben bei der Gruppenarbeit hat

 

Wir haben uns am 08.03.2018 wie immer vor dem Werkraum getroffen. Das Problem: Er war schon besetzt. Deshalb sind wir in den Kunstraum ausgewichen, der zum Glück genau daneben war. Wir haben unsere angefangenen Boote bekommen und sollten daran weiterarbeiten. Meine Gruppe und ich haben eine alte Fischdose, die zum Glück schon ausgewaschen war 😉 , und zwei alte Zigarrenrohre zu einer Art Katamaran gekoppelt. Außerdem haben wir einen Frachtraum angebaut. Auf dem Deck des Frachtraums sollte später die Kerze stehen. Nächstes Mal bauen wir ein Segel an und, wie an einer Galeere, einen Rammdorn an den Bug. Ich hoffe, dass unser Boot mit dem Segel beim Abschlussrennen gewinnt.

Dampfmaschinen und Boote

Ingmar Bösing und Michael Baune an der Dampfmaschine

Ich  bin Ingmar Bösing und bearbeite das Teilprojekt D03 im Sonderforschungsbereich .  Zusammen mit Michael Baune und der WAT-Lehrerin Romina von Öhsen haben wir das Modul „Altmetall – mach was draus“ geplant.

Nachdem Michael Baune und ich in den ersten Stunden unser Thema Recycling und Upcycling vorgestellt hatten, wollten wir den Schülerinnen und Schülern jetzt ein paar Beispiele präsentieren, was man aus alltäglichem Altmetall herstellen kann. Für mich war es wie auch schon in der ersten Stunde eine spannende Erfahrung, mal eine ganz andere Rolle einzunehmen, die nichts mit dem Alltag als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu tun hat. Als Anschauungsmaterial hatten wir eine Dampfmaschine im Gepäck, die Michael aus alten Rohren und Pumpen gefertigt hatte. Anhand der Dampfmaschine wollten wir der Klasse auch das Prinzip, wie aus Wärme und Wasser Bewegung entsteht, vermitteln.

Michael Baune zeigt mal wie das mit Wasser und Wärme läuft
Michael Baune zeigt mal wie das mit Wasser und Wärme läuft

Dazu haben wir zuerst erarbeitet, was passiert wenn man Wasser erhitzt und dann, wie man aus der Ausdehnung des Wasserdampf Energie gewinnen kann. Ich hatte zuvor keine Vorstellung davon, wie verständlich die Prinzipien für eine 5. Klasse sind und war überrascht, wie aufgeweckt die Schülerinnen und Schüler sind.

Im Anschluss an die Dampfmaschine haben wir verschiedene Boote vorgestellt, die sich aus Altmetall bauen lassen und ebenfalls durch die Erhitzung von Wasser fahren.

Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Bootsbau
Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Bootsbau

Noch während wir unsere Exemplare diskutiert haben, kamen eine Menge neuer Ideen und Verbesserungsvorschläge aus der Klasse, so dass ich gespannt war,  wie die einzelnen Gruppen wohl ihre individuellen Boote umsetzen würden.