Und jetzt blinkt sie….

Große und gespannte Ungeduld heute. Die Kinder sitzen Punkt 8 alle an ihren Tischen, die Schulranzen schon aus dem Weg geräumt, die Jacken ausgezogen. „Bitte sofort loslegen!“, ist die nonverbale Botschaft!

Sehr gerne! Eigentlich hatten wir nämlich schon in der letzten Stunde auch  die LEDs zum Blinken bringen wollen, aber uns war die Zeit davon gelaufen. Deswegen wollen wir heute damit starten.

Lutz Mädler ist auch wieder dabei – er war ganz gespannt darauf, wie es sich mit den Arduinos arbeiten lässt und schaut den Kids der 5 a heute neugierig über die Schultern.

Zu Beginn erklärten Sebastian Huhn und Markus Leuschner nochmal ganz genau, wie und warum die Kabel anders gesteckt werden müssen, um die LEDs blinken zu lassen  und was man im Programm alles ändern kann, damit die Lampen unterschiedlich lang leuchten.

Bevor die Kinder mit eigenen Projekten starten, wollen wir ganz sicher gehen, dass diese Grundlagen bei allen angekommen sind.

So sah die erfolgreiche Umsetzung aus:

Markus Leuschner hat 12 Projekte vorbereitet. Alles Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit Fotos. Das hat ihn einige Tage Zeit gekostet, aber die Mühe hat sich gelohnt, wie sich  später zeigt.

Diese Projekte haben unterschiedliche Schweregrade. Die Kinder sollen sich und ihre Kenntnisse selber einschätzen und entsprechend wählen. Bei der Verteilung der Projekte können sich alle gut einigen und die Schwierigkeitsgrade werden auch über die Jungs- und Mädchenteams gleichermaßen  verteilt. Das freut uns, dass die Mädchen sich hier auch was zutrauen, denn die Vorkenntnisse zum Thema Programmieren lagen eher auf der Seite der Jungen.

Markus  Leuschner beantwortet noch letzte Fragen, bevor es losgehen soll. Die lustigste kommt von Phillip: „Können wir endlich anfangen?“

Zwischendurch hatten wir in dieser Stunde Besuch von Maren Brandstätter und Charlotte Behr, beide von der Bremer Regionalzeitung „Weser-Kurier“. Sie wollten gerne erfahren, wie unser Schulprojekt in der Umsetzung aussieht. Und so stand es dann eine Woche später in der Zeitung:

Artikel Weser-Kurier Stadtteilbeilage vom 16.11.2017

 

 

 

Claudia Sobich ist Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und für die Wissenschaftskommunikation im SFB 1232 zuständig.

Arduinos am Start

Programmieren ist angesagt. Zumindest bei den Kids der 5a. Im Vorfeld befragt, worauf sie sich am meisten freuen, war die überwältigende Antwort: Programmieren. Da war der Druck schon nicht unerheblich für diese Unterrichtseinheit ;).

Und dann zeigte sich in der ersten Stunde, dass die Vorkenntnisse der Schülerinnen und  Schüler hier weit auseinandergehen. Während einige zu Hause mit den Eltern schon erste Programmierkenntnisse erworben oder bei Geburtstagsfeiern  kleine Roboter programmiert haben, können andere nur rudimentär mit der Computertastatur umgehen. Also, alle abholen und mitnehmen, ohne dass sich jemand Anderes langweilt – das wird nicht einfach, war uns nach der ersten halben Stunde klar. Aber wär ja auch für uns langweilig, wenn da nicht etwas Herausforderung wäre.

Diese Unterrichtseinheit ist vorbereitet worden vom Mathematiklehrer Markus Leuschner und unseren Informatikern Sebastian Huhn (TP P01) und Jannis Stoppe (TP P02).

Jannis Stoppe und Sebastian Huhn erklären wie’s geht

Um mit den Kindern in die Welt des Programmierens einzutauchen, hatten wir uns für Arduinos entschieden.  Sebastian Huhn und Jannis Stoppe empfahlen, die wären am besten für einen Start geeignet. Der Arduino besteht aus Hardware und Software. Die Hardware ist ein kleines „Board“  mit einem Mikrocontroller und analogen und digitalen Ein- und Ausgängen. Die Software  basiert auf der Programmiersprache Processing und soll auch technisch weniger Versierten den Zugang zur Programmierung und zu Mikrocontrollern erleichtern. Markus Leuschner hatte vorher noch nichts mit Arduinos gemacht und in den Monaten der Vorbereitung intensiv und mit viel Elan an den kleinen Programmiereinheiten getüftelt und die Projekte vorbereitet.

Arduinos im Schuhkartondeckel

Angefangen haben wir die erste Stunde damit, mal gemeinsam zu gucken, was in unserem Alltag denn überhaupt programmierbar ist (und zwar hier). Im Abstimmungsverfahren lagen die Kinder 100 % richtig und konnten auch den Unterschied zwischen programmierbarem und „normalem“ Kühlschrank sofort erkennen. Über programmierbare Toiletten wurde einen Moment lang gerätselt, aber nee….

Na, dann also los! Markus Leuschner hatte die Arduinos in Schuhkartondeckel geklebt, damit sind sie und die vielen Kleinteile schnell aus- und wieder eingepackt. Gemeinsam und Schritt für Schritt erklärt, sollte als erstes eine LED zum Leuchten gebracht werden. Wozu sind welche Steckverbindungen auf dem Board notwendig? Wo ist der Plus- wo der Minuspol? Was ist ein Widerstand und wozu braucht man den? Diese Frage allerdings klärte sich  ganz schnell, denn einige Widerstände waren dann doch nicht ganz korrekt gesteckt und schon rauchten die LEDs ab.

Am Ende der ersten Stunde dann hatten alle ihr Programm richtig aufgerufen, die Worte „if“ und „else“ verstanden und eine LED zum Leuchten gebracht. Viel Freude auf den Gesichtern – und viel Vorfreude auf die nächste Stunde bei den Kindern.

 

Claudia Sobich ist Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und für die Wissenschaftskommunikation im SFB 1232 zuständig.