Wetter heiter 20°C

Die letzten beiden Doppelstunden mit den Arduinos. Jetzt wird sehr intensiv und kreativ an den Projekten gearbeitet. Dabei haben wir den Kindern ziemlich freie Hand gelassen. Die meisten gehen so vor: Erstmal nach Anleitung alles fertig stellen und dann einfach mal alle möglichen  Parameter verändern. Und die Entdeckung der Möglichkeiten macht zunehmend Spaß.

Jannis Stoppe berät beim Matrix-Projekt

Die anwesenden Informatiker und der Mathelehrer Markus Leuschner stehen dabei beratend zu Seite. Sie werden dann doch lieber nochmal gefragt, bevor wilde Steckverbindungen ausprobiert werden.

Phillip lässt der Kreativität freien Lauf

Besonders gerne genutzt werden natürlich die jetzt gut kalibrierten Displays, manche würde gerne ganz Romane auf ihnen schreiben. Aber oft  tut es auch einfach eine kurze Mitteilung. Die Wetteransage „Heiter 20°C“ gefällt mir an diesem grauen und regenreichen Tag im November besonders gut.

Für die allerletzte Stunde ist ein „Museumsrundgang“ geplant. Die Kinder stellen sich gegenseitig ihre Projekte noch einmal vor. Bei den Erklärungen für die anderen, werden noch die letzten Verständnislücken entdeckt und  geschlossen.

Markus Leuschner gibt noch letzte Tipps

Da wir ja als Herausforderung noch haben, die durchgeführten Module übertragbar zu machen und anderen Schulen zur Verfügung zu stellen, ziehen wir als Resümee: Das Arduino-Modul ist schon eine Herausforderung insofern, als das Markus Leuschner viel Zeit investiert hat, um sich selber „aufzuschlauen“. Sein Engagement hat uns sehr beeindruckt, kann aber sicher nicht von jeder Lehrkraft so nebenbei geleistet werden. Das Modul lässt sich also eher von Lehrkräften durchführen, die schon gewisse Vorkenntnisse haben mit  den Arduinos. Hinsichtlich der Kinder gilt, dass ein kleiner Vorkurs nützlich sein könnte, um sie mit Computer-Grundkenntnissen zu versorgen und ihnen den Umgang mit der Tastatur zu zeigen.  Als ständige Nutzer von Computern hatten wir bei der Planung des Moduls ein wenig übersehen, dass die Digital-Nativ-Kids zwar hervorragend „wischen“ können, aber es eine Hürde für sie sein kann, eine geschweifte Klammer mit der Tastatur  zu  zaubern.

Alles in allem hatten wir alle aber viel Spaß dabei. Ganz zum Schluss hat noch  jemand ein Steckboard geschrottet. Das Innenleben hat alle sofort interessiert. Da ist doch schon viel erreicht, wenn die Kids sich dann sofort darum drängeln, das genau zu inspizieren, finde ich.

Aha, so sieht ein Steckboard von innen aus!

Claudia Sobich ist Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und für die Wissenschaftskommunikation im SFB 1232 zuständig.

Und jetzt blinkt sie….

Große und gespannte Ungeduld heute. Die Kinder sitzen Punkt 8 alle an ihren Tischen, die Schulranzen schon aus dem Weg geräumt, die Jacken ausgezogen. „Bitte sofort loslegen!“, ist die nonverbale Botschaft!

Sehr gerne! Eigentlich hatten wir nämlich schon in der letzten Stunde auch  die LEDs zum Blinken bringen wollen, aber uns war die Zeit davon gelaufen. Deswegen wollen wir heute damit starten.

Lutz Mädler ist auch wieder dabei – er war ganz gespannt darauf, wie es sich mit den Arduinos arbeiten lässt und schaut den Kids der 5 a heute neugierig über die Schultern.

Zu Beginn erklärten Sebastian Huhn und Markus Leuschner nochmal ganz genau, wie und warum die Kabel anders gesteckt werden müssen, um die LEDs blinken zu lassen  und was man im Programm alles ändern kann, damit die Lampen unterschiedlich lang leuchten.

Bevor die Kinder mit eigenen Projekten starten, wollen wir ganz sicher gehen, dass diese Grundlagen bei allen angekommen sind.

So sah die erfolgreiche Umsetzung aus:

Markus Leuschner hat 12 Projekte vorbereitet. Alles Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit Fotos. Das hat ihn einige Tage Zeit gekostet, aber die Mühe hat sich gelohnt, wie sich  später zeigt.

Diese Projekte haben unterschiedliche Schweregrade. Die Kinder sollen sich und ihre Kenntnisse selber einschätzen und entsprechend wählen. Bei der Verteilung der Projekte können sich alle gut einigen und die Schwierigkeitsgrade werden auch über die Jungs- und Mädchenteams gleichermaßen  verteilt. Das freut uns, dass die Mädchen sich hier auch was zutrauen, denn die Vorkenntnisse zum Thema Programmieren lagen eher auf der Seite der Jungen.

Markus  Leuschner beantwortet noch letzte Fragen, bevor es losgehen soll. Die lustigste kommt von Phillip: „Können wir endlich anfangen?“

Zwischendurch hatten wir in dieser Stunde Besuch von Maren Brandstätter und Charlotte Behr, beide von der Bremer Regionalzeitung „Weser-Kurier“. Sie wollten gerne erfahren, wie unser Schulprojekt in der Umsetzung aussieht. Und so stand es dann eine Woche später in der Zeitung:

Artikel Weser-Kurier Stadtteilbeilage vom 16.11.2017

 

 

 

Claudia Sobich ist Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und für die Wissenschaftskommunikation im SFB 1232 zuständig.