Es war einmal im Materialzauberland…

An diesem Mittwochmorgen ist viel los im Klassenraum der 5a. Nicht nur Gabriele Bräuer, Deutschlehrerin der 5a und Claudia Sobich sind mit dabei, sondern auch Maria Hilken, eine studentische Mitarbeiterin, die heute hinter der Kamera steht und zu guter Letzt noch ich, Emilia Kurilov. Full House in der 5a.

Aber so ein großer Aufmarsch hat natürlich seine Gründe… Heute dreht sich alles um das Märchen vom Materialzauberland. Zu Ehren der neuen Königin soll ein Schloss errichtet werden, das alles zuvor Dagewesene in den Schatten stellt. Um das zu bewerkstelligen, veranstaltet die Königin bei ihrer Krönung einen Wettbewerb, bei dem die Bauherren des Landes ihre besten Vorschläge präsentieren sollen. Doch leider erscheint niemand… außer einer. Bei diesem handelt es sich um den verkleideten Zauberer Grünspan, dem ärgsten Rivalen der Königsfamilie. Dieser schlägt vor ein Schloss aus Lebkuchen zu bauen. Die Königin sieht zwar ein, dass das sehr lecker sein würde, aber ist Lebkuchen wirklich als Baustoff geeignet? Mit Hilfe der Forscherklasse, will sie genau das überprüfen.

Natürlich wissen die Kinder, dass man aus Lebkuchen keine Häuser bauen sollte, vor allem nicht in Bremen, bei dem Schietwetter, das hier öfters sein Unwesen treibt.
Aber Gabi Bräuer und Claudia Sobich haben sich etwas Spannendes überlegt: Die Kinder sollen in der nächsten Unterrichtseinheit „Märchenhaftes Material“ ein Videoprojekt durchführen.

Aber eins nach dem anderen. Zuerst sollen die Kinder sich in ihren Tischgruppen im ThinkPairShare-Modus austauschen, wie denn das Märchen weiter gehen könnte. Begeistert erzählen die Kinder drauf los. Sie haben viele kreative Ideen. Zum Beispiel, könnte die Forscherklasse mit der Königin zur Uni gehen und ihr mit den dortigen Gerätschaften zeigen, dass Lebkuchen ein sehr instabiles Material ist und schnell durchweichen kann. Oder es könnte auch ein Bäcker mitspielen, der den Lebkuchen backt.

Um alle Ideen der Kinder zu sammeln, gehen die Schüler in einem „World Café“ von Szene zu Szene, welche wir vorher festgelegt haben und sammeln auf großen Plakaten alles, was ihnen dazu hier sagen, wie die Szenen heißen einfällt. Und die kreativen Köpfe können gar nicht aufhören, immer mehr Ideen auszuspucken. Von Action-geladenen Kampfszenen bis hin zu tanzenden Einhörnern ist alles mit dabei.

Alle Ideen auf einen Blick

Nach vielen Diskussionen ist am Ende der Doppelstunde  dann der rote Faden für die Geschichte gewebt und alle sind zufrieden. Es bleiben noch ein paar Minuten, um über die Kulissen zu sprechen und Claudia Sobich verteilt schon mal die großen Plakatwände, die morgen bemalt werden sollen.

Die Zusammensetzung der Erde in 2 Stunden

12.4.

Das Deutsch-Projekt sollte erst am 2. Mai beginnen. Von den Projektterminen bis dahin waren 2 Termine Überbrückungsstunden, der dritte war der Zukunftstag.

Deshalb haben wir mit Frau Sobich und Frau Börger Gruppen gebildet und mit Atlanten die Kontinente auf Metallvorkommen untersucht.

Unsere Gruppe hatte Afrika. Leider hatten wir die Aufgabe falsch verstanden und nur Schwermetalle aufgeschrieben. Nach einer zweiten Erklärung hatten wir die Aufgabe dann verstanden. Bis dahin war schon viel Zeit vergangen, und somit konnten wir nur noch Gold auf unserem Arbeitsplatt eintragen. Immerhin hatten wir für alle Vorkommen Karteikarten schreiben können.

Anschließend haben alle Gruppen ihre Karteikarten an eine große Weltkarte gepinnt.

Dabei haben wir erkannt, dass es in Europa und Australien sehr viele Metallvorkommen gibt. Europa ist größer, dort verteilen sich die Metallvorkommen mehr; so gesehen gibt es in Australien mehr Metalle als anderswo.

Wir haben uns gefragt, wie es wohl sein kann, dass es dort Metalle gibt. Paul vermutete, dass das an der Zusammensetzung der Erdschichten liegen könnte. Dann mussten wir leider abbrechen.

Welche Metalle kommen dort vor?

19.4.
Nach der Besprechung der letzten Stunde haben wir einen Arbeitsplan zum Thema Erdschichten bekommen. Den haben wir bearbeitet und die Ergebnisse in ein Arbeitsblatt eingetragen.
Die Ergebnisse haben wir gemeinsam ausgewertet. Schwupps war die Stunde um.

Eine Reise zum Mittelpunkt der Erde

Kupfer, war das erste Metall, das der Mensch in der Erdkruste entdeckte. Bereits in der Steinzeit konnten die Menschen dieses Kupfer zu Werkzeugen und Waffen verarbeiten. Das Metall war so wichtig, dass sogar eine ganze Epoche nach ihm benannt wurde. Nach und nach verbesserten sich die Werkzeuge und als der Mensch lernte, Eisen zu verhütten, setzte endgültig der Siegeszug der Metallwerkzeuge ein.

Geochemiker können heutzutage ganz genau ermitteln, wie häufig und wo die verschiedensten Metalle vorkommen. Sie haben auch herausgefunden, dass die Erdkruste, anders als der Erdkern, vor allem aus Nichtmetallen besteht. Dennoch finden wir auch in der Erdkruste Metalle wie Aluminium, Eisen, Mangan und Kalium. Wir waren neugierig und wollten in dieser Stunde auf den Spuren mancher Geochemiker wandeln. In Gruppenarbeit habe ich Kartenmaterial zu den einzelnen Kontinenten zur Verfügung gestellt.

Gibt es dort Eisen?

Als erstes sollten die Kinder herausfinden, welche Metalle es wo auf der Welt gibt. Am Anfang schien es allen ganz schön kompliziert, sich einen Überblick zu verschaffen. Aber dann haben die Kinder Metall für Metall gefunden und auf Kärtchen geschrieben. Im Klassenraum hing eine riesige Wandkarte. Jede Gruppe konnte dann seine Metalle von seinem Kontinent an diese Wandkarte heften. Beim Anblick der vielen Metalle auf der Karte waren alle erst einmal wie erschlagen. So viele Metalle gibt es auf der Welt? Hinter den Kärtchen konnte man die Kontinente zum Teil nur noch erahnen.

Und wo ist Europa?

Den Kindern fiel aber gleich auf, dass es auf der Welt nicht unbedingt immer die gleichen Metalle gibt und dass die Lagerstätten ungleichmäßig verteilt sind. In Westeuropa (z.B. in Frankreich und Deutschland) gab es viel weniger Metallvorkommen als vergleichsweise in Südosteuropa. Das flächenmäßig kleinere Australien hatte mehr Metalle als das flächenmäßig größere Südamerika. Und es fiel vor allem auch auf, dass die Metallvorkommen im Inneren eines Kontinentes geringer waren als an den Rändern. Und warum gibt es in Nordamerika oder in Norwegen viel mehr Gold, als bei uns in Deutschland? Und dann fing die Diskussion an. Welche Gründe könnte es dafür geben? Titus meinte, dass das daran liegt, dass einige Metalle vielleicht durch den Menschen bereits komplett abgebaut wurden, Felicia vermutete das Klima dahinter, Paul B. war der Auffassung, dass das bestimmt etwas mit den unterschiedlichen Gesteinsschichten zu tun haben müsste und Mirja sagte, dass wir für die Antwort auf unsere Fragen, in die Erdgeschichte zurückreisen müssten. Und das taten wir dann auch.

Die Erde ist wie ein Pfirsich

Mit Hilfe einer Darstellung haben wir gelernt, dass die Erde, seit ihrer Entstehung, in Schalen aufgebaut ist. Das sieht fast so aus, wie bei einem Pfirsich. Die Kinder fanden die Idee lustig, die Erde mit einem Obst zu vergleichen. Aber irgendwie stimmt es ja auch. Der Kern des Pfirsichs entspricht dem Kern der Erde. Der Kern untereilt sich aber noch in den Inneren und Äußeren Kern. Habt Ihr schon mal das harte Gehäuse eines Pfirsichs geknackt? Genau, darin verbirgt sich noch ein Kern, quasi der „Samen“. Aus ihm könnte ein neuer Pfirsichbaum wachsen. Dieser „Samen“ entspricht dem Inneren Kern der Erde. Er ist fest und dort herrschen Temperaturen um bis zu 5000°C. Daran schließt sich der äußere Kern an. Anders als beim Pfirsich ist dieser in der Erde allerdings flüssig. Und dann kommt das Pfirsichfleisch. Beißt man kann tief in einen Pfirsich hinein, ist er meistens in der Tiefe noch etwas fest und wird nach oben weicher und saftiger. So ist das auch in der Erde. Der untere Erdmantel ist fest und der obere Erdmantel ist eher plastisch. Auf ihm schwimmen die ozeanischen und kontinentalen Krusten und haben das Aussehen der Erde über Jahrmillionen verändert.

Welche Erdschichten gibt es?

Durch die Plattenverschiebung sind aus einem Urkontinent sieben Kontinente, zahlreiche Inseln und Gebirge entstanden. Durch sie werden Erdbeben sowie Vulkanausbrüche ausgelöst und die Kontinente bewegen sich noch heute unaufhaltsam fort.

Die Kinder staunten als ich ihnen erzählte, dass die Alpen aufgrund der Plattenverschiebung jedes Jahr um ein paar Millimeter in die Höhe wachsen. Wenn die Alpen jedes Jahr wachsen, werden wir dann auch irgendwann wieder nur einen Urkontinent haben? Und sind die Metallvorkommen nun so unterschiedlich verteilt, weil die Platten ständig in Bewegung sind?  Da gibt es doch bestimmt einen Zusammenhang. Aber WIE kommt zum Beispiel Gold in die Erde?

Der Herr der Ringe – auf der Suche nach dem Goldschatz

Die meisten Metalle treten als chemische Verbindung mit anderen Elementen auf, als sogenanntes Erz. Dazu zählt auch Eisen. Um Eisen aus dem Erzgestein zu gewinnen, wird das Erzgestein gemahlen, mit Kohle gemischt und erhitzt. Dann läuft eine chemische Reaktion ab, die dem Erz die anderen Elemente entzieht, so dass das reine Eisen übrig bleibt. Anders ist das bei Gold. Gold ist ein Metall, das sich kaum mit anderen Elementen verbindet und somit in der Erde in reiner Form vorkommt.

Bei der Gruppenrecherche fanden die Kinder heraus, dass das Gold im gewissen Sinne von Himmel fiel, tief in die Erde versank und über viele, viele Millionen Jahre langsam wieder an die Oberfläche gekommen ist. Als die Erde noch keine feste Oberfläche hatte, sank das Gold in Richtung Erdkern. Das Gold, das wir heute finden können, ist entweder später durch Meteoriten auf die Erde gelangt, oder durch vulkanische Vorgänge aus dem Erdinneren an die Oberfläche befördert worden. Und dort können wir den Goldschatz mit ganz viel Glück finden.

Den Schülerinnen und Schüler der 5a  hat diese Reise in die Erdgeschichte jedenfalls sehr gut gefallen.

Regatta am 5. April

Jonas und Tim testen die Boote

Dieses Mal wollten wir in der letzten WAT-Projektstunde ein Bootsrennen machen. Dafür bauten wir uns zuerst einmal einen See. Dazu haben wir Holzbohlen zu einem Quadrat zusammengeschraubt, eine Plane darübergelegt und in die Plane Wasser gegossen. Der See war also eine Art Wanne.

Wir haben die Boote ins Wasser gesetzt, den Antrieb gezündet und die Boote warmgefahren. Die Boote unserer und Jonas‘ Gruppe waren am schnellsten, obwohl wir bei unserem Boot den Antrieb noch nicht gezündet hatten – wir hatten ja ein Segel. Weil deshalb das Boot kreuz und quer fuhr, zündeten wir den Antrieb doch noch.

Als alle Boote auf Startposition waren, sollte das Rennen beginnen – leider war die Stunde in diesem Moment schon vorbei. Das Rennen konnte nicht nachgeholt werden, weil diese Stunde die letzte Projektstunde mit WAT war.

Against the wind…

Bewegt sich was?

Und dann ist er da – der große Tag des Wettrennens. Wir haben ihn extra nach den Osterferien geplant, in der Hoffnung, einen Tag mit schönem Wetter zu erwischen. Denn natürlich findet das Wettrennen im Freien statt. Das es schön fein nieselt und ohne Jacke empfindlich kalt ist, stört aber keine Bremerinnen und Bremer – wir sind das so gewohnt! Als erstes machen wir uns im sogenannten Naschgarten der WFO an den Bau des Beckens für das Wettrennen. Michael Baune und Ingmar Bösing waren im Baumarkt und haben ein paar ordentliche Balken und Plane besorgt. Schrauben, Spritzen (na, wofür brauchen wir die??) und Feuerzeug haben wir auch dabei und den Akkuschrauber können wir aus dem gut ausgestatteten Werkraum der Schule leihen. Also, gut vorbereitet, oder??  Zumindest die halbe Miete, denn:

Der Bau des Beckens

Ganz so schnell geht die Sache mit dem Zusammenschrauben dann doch nicht voran und einige Kinder sind zwischendurch nicht so beschäftigt, als dass sie nicht Zeit hätten, laut durch den Naschgarten zu turnen und den Vögeln das Vogelfutter wegessen zu wollen. Da führe ich an diesem Morgen dann nebenbei auch – wie ich finde – sinnvolle Diskussionen darüber, ob die Sonnenblumenkerne in den Vogelhäuschen und „Naschgarten“ irgendwas miteinander zu tun haben… Einsicht ist aber schnell vorhanden, spätestens nach der Frage, wo die Toiletten der Vögel sind?

Und dann werden alle zum Befüllen des Beckens abgeordnet. Das läuft gut mit vielen Gießkannen und Eimern und auch einigen nassen Füßen und lautem Gejubel, als der richtige Wettkampfwasserstand erreicht ist. Bei diesem Wetter ist es letztendlich auch egal, ob das Wasser jetzt von oben oder von der Seite kommt. Einen Wasseranschluss und Schlauch werden wir nächstes Mal trotzdem mitplanen.

Wasser anschleppen im Akkord
Wasser anschleppen im Akkord (oder so!)

Die Boote werden ins Becken gesetzt, der Kupferrohrantrieb mit Wasser befüllt (Spritze!!) und die Kerzen angezündet und dann – kommt zu nass auch noch windig. Jetzt hat das Boot mit dem großen Segel natürlich  einen klaren Vorteil, das Boot fährt zügig voran, wenn auch eher im Kreis als geradewech.  Bei allen anderen sind die Kerzen mehr aus als an und sie kommen nicht so richtig vom Fleck. Besser wird es, als wir einen Teil der Plane als Windschutz einsetzen und die Boote in Fahrt kommen.

Jetzt nochmal mit Windschutz
Jetzt nochmal mit Windschutz

Zur Abschlussbesprechung gibts  noch die Frage, „Was würdet Ihr nächstes Mal anders machen oder bauen?“. Und da haben wir augenblicklich lauter Ingenieurinnen und Ingenieure vor uns, die sich sehr ernsthaft über ihre Konstruktionsfehler und – schwächen unterhalten und Lösungen für ein nächstes Mal präsentieren. Ich bin an diesem Morgen total stolz auf diese Klasse, die so cool an ihren Projekten arbeitet. Und wir haben uns unsere Verbesserungsmöglichkeiten auch notiert, denn diese Einheit bieten wir im Januar 2019 im Wahlpflichtbereich der Schule an.

 

 

Stapellauf

Zu Anfang der Projektstunde am 15.3.2018 besprachen wir, was wir letztes Mal gemacht hatten und dieses Mal anders machen könnten, da sich letztes Mal ein paar Gruppen gestritten hatten.

Jetzt sollten wir an den Booten weiterbauen. Das taten wir auch sofort.

Meine Gruppe teilte sich auf: aus einem roten Stoff fertigten Ole, Joris und ich das Segel, Linus und Paul B bogen nebenan das Kupferrohr für den Motor. Wir wollten auch einen Rammdorn (wie bei einer römischen Galeere) anbauen. Leider war Frau von Öhsen dagegen und verlangte, dass der Dorn abgebaut werden müsse. Joris schlug vor, den Dorn auf die Hälfte zu kürzen und vorne rund zu feilen. Damit war Frau von Öhsen einverstanden.

Unsere Gruppe war als erste mit dem Boot fertig. Schließlich führte jede Gruppe ihr Boot an der Tafel vor und erzählte, wie die Gruppenarbeit lief und woraus ihr Boot besteht.

Unser Boot fand ich natürlich am besten, schließlich war es das einzige mit Segel. Aufgefallen ist mir das Boot von Jonas‘ Gruppe – sie hatten drei Zigarrenrohre mit einigem Abstand nebeneinander gelegt und darüber eine Fischdose geklebt, als eine Art Katamaran. Eine andere Gruppe hatte zwei Zigarrenrohre nebeneinander gelegt, sodass sie unter Wasser kamen, und darauf die Fischdose befestigt.

Dann waren Osterferien.

Jetzt wird gebaut…

Das Antriebsrohr biegen

In der dritten Unterrichtseinheit unseres Moduls „Altmetall – mach was draus“ sollte es endlich ans Basteln gehen. Nachdem wir in den ersten Stunden die Schülerinnen und Schüler an das Thema Recycling und Upcycling herangeführt haben, eine Dampfmaschine aus Altmetall und verschiedene Boote aus alten Konserven vorgestellt hatten, brannten die Kinder darauf, endlich selber bauen zu dürfen und ihre eigenen Ideen umzusetzen.

Geht's jetzt endlich los?
Geht’s jetzt endlich los?

Ich war von Anfang an fasziniert davon, wie aufgeweckt diese 5. Klasse ist und wie viele eigene Ideen zur Verbesserung des Antriebs, Verschönerung der Boote oder zusätzlichen Verkleidungen gemacht wurden. Auch in dieser Stunde konnte ich wieder miterleben, wie begeistert alle an die neuen Aufgaben gingen.

Schnell waren die ersten Konzepte durchdacht und Markierungen gesetzt und die Schülerinnen und Schüler ließen es sich nicht nehmen, selber ihre Boote zusammen zu nieten. Für den Bootsantrieb mussten dann Kupferrohre gebogen und vorher mit Sand befüllt werden, damit sie nicht brechen. Auch hier zeigten die verschiedenen Gruppen ihre eigenen Ideen zum Befüllen der Rohre über Trichter oder ähnliches. Und auch beim Verbiegen der Kupferrohre zeigte sich das ein oder andere handwerkliche Talent.

Den Antrieb biegen - das ist Tüftelarbeit
Den Antrieb biegen – das ist Tüftelarbeit

Es hat mich auch sehr gefreut zu sehen, dass fast alle gerne selber angepackt haben und sich die Aufgaben nicht abnehmen ließen. Ein paar Schülerinnen und Schüler brauchten am Anfang ein wenig extra Motivation, waren dafür am Ende aber umso begeisterter und gut gelaunt dabei.

Mir hat es viel Spaß gemacht, mit den Schülerinnen und Schülern zusammen zu arbeiten und sowohl vor der Klasse zu stehen und unser Thema fachlich vorzustellen als auch den einzelnen Gruppen bei der Umsetzung ihrer Ideen zur Seite zu stehen, so dass ich mich schon auf die Unterrichtseinheit im nächsten Schuljahr freue.

Einfach mal „Hallo“ sagen

Wir sind mit dem SFB auf Klausurtagung am 01. und 02. März. Das machen wir einmal pro Halbjahr. Alle SFB-Mitarbeitenden nehmen teil und dann kommen fast 40 Leute zusammen. Es sind meist zwei sehr intensive Tage, in denen die Projektstände vorgetragen, die Ziele für das nächste halbe Jahr besprochen und auch die dafür notwendige Vernetzung innerhalb des SFBs  ausgerichtet werden.

Diesmal hatte ich mit dem Projekt Öffentlichkeitsarbeit den ersten Vortrag.  Und da sich schon so viele SFB’ler im Projekt „Schule in Farbigen Zuständen“ engagiert haben, wollte ich  den Film über die Schulstunde vom 11.01. und ein aktuelles Foto der Klasse zeigen . Als ich Katrin Börger danach fragte, hatte sie eine viel genialere Idee und schickte mir einen Videogruß der Klasse.

Da sollte natürlich ein Gruß zurück an die Klasse gehen. Nicht so schön im Chor wie die 5a – aber sehr herzlich!  Denn alle haben sich über dieses fröhliche „Hallo“ der Klasse gefreut.  Irgendwie gehört sie inzwischen schon  zu uns…

Wir bauen einen Kupferrohrmotor

Gut geplant ist halb gebaut

Wie angekündigt, hatten wir statt WAT heute (am Dienstag, 27.02.2018) Projektunterricht. Im Werkraum waren dann auch Herr Baune und Herr Bösing.

Herr Baune hatte mit Upcycling eine Dampfmaschine gebaut, die mit einem Grillanzünder betrieben wurde. Wir haben uns in Gruppen aufgeteilt, in denen wir mit Upcycling Boote herstellen sollten.

Die Boote sollten mit einem Heißwasserantrieb fahren, der so funktionieren sollte: Es führen hinten 2 Rohre ins Wasser. Durch das eine Rohr fließt kaltes Wasser in einer Spirale über eine Kerze. Diese Kerze ist mit einem dickeren Docht so präpariert, dass sie besonders heiß brennt. Sie erhitzt also das Wasser im Rohr und bringt es zum Kochen. Das heiße Wasser fließt (da es jetzt seinen Aggregatszustand von flüssig zu gasförmig ändert, braucht es mehr Platz. Daher fließt es jetzt weiter.) aus dem andren Rohr hinten heraus und erzeugt so einen Rückstoß. Durch den so entstehenden Unterdruck im Rohr wird neues kaltes Wasser angesaugt, und der Vorgang wiederholt sich (Das Boot fährt deshalb ruckartig).

Jetzt haben wir überlegt, wie wohl unser Boot aussehen könnte. Dann war die Stunde auch schon zu Ende, aber wir hatten mit dem Bootsbau noch nicht begonnen. Ich freue mich schon auf das nächste Mal.

Tim liest vor, wer welche Aufgaben bei der Gruppenarbeit hat
Tim liest vor, wer welche Aufgaben bei der Gruppenarbeit hat

 

Wir haben uns am 08.03.2018 wie immer vor dem Werkraum getroffen. Das Problem: Er war schon besetzt. Deshalb sind wir in den Kunstraum ausgewichen, der zum Glück genau daneben war. Wir haben unsere angefangenen Boote bekommen und sollten daran weiterarbeiten. Meine Gruppe und ich haben eine alte Fischdose, die zum Glück schon ausgewaschen war 😉 , und zwei alte Zigarrenrohre zu einer Art Katamaran gekoppelt. Außerdem haben wir einen Frachtraum angebaut. Auf dem Deck des Frachtraums sollte später die Kerze stehen. Nächstes Mal bauen wir ein Segel an und, wie an einer Galeere, einen Rammdorn an den Bug. Ich hoffe, dass unser Boot mit dem Segel beim Abschlussrennen gewinnt.

Dampfmaschinen und Boote

Ingmar Bösing und Michael Baune an der Dampfmaschine

Ich  bin Ingmar Bösing und bearbeite das Teilprojekt D03 im Sonderforschungsbereich .  Zusammen mit Michael Baune und der WAT-Lehrerin Romina von Öhsen haben wir das Modul „Altmetall – mach was draus“ geplant.

Nachdem Michael Baune und ich in den ersten Stunden unser Thema Recycling und Upcycling vorgestellt hatten, wollten wir den Schülerinnen und Schülern jetzt ein paar Beispiele präsentieren, was man aus alltäglichem Altmetall herstellen kann. Für mich war es wie auch schon in der ersten Stunde eine spannende Erfahrung, mal eine ganz andere Rolle einzunehmen, die nichts mit dem Alltag als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu tun hat. Als Anschauungsmaterial hatten wir eine Dampfmaschine im Gepäck, die Michael aus alten Rohren und Pumpen gefertigt hatte. Anhand der Dampfmaschine wollten wir der Klasse auch das Prinzip, wie aus Wärme und Wasser Bewegung entsteht, vermitteln.

Michael Baune zeigt mal wie das mit Wasser und Wärme läuft
Michael Baune zeigt mal wie das mit Wasser und Wärme läuft

Dazu haben wir zuerst erarbeitet, was passiert wenn man Wasser erhitzt und dann, wie man aus der Ausdehnung des Wasserdampf Energie gewinnen kann. Ich hatte zuvor keine Vorstellung davon, wie verständlich die Prinzipien für eine 5. Klasse sind und war überrascht, wie aufgeweckt die Schülerinnen und Schüler sind.

Im Anschluss an die Dampfmaschine haben wir verschiedene Boote vorgestellt, die sich aus Altmetall bauen lassen und ebenfalls durch die Erhitzung von Wasser fahren.

Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Bootsbau
Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Bootsbau

Noch während wir unsere Exemplare diskutiert haben, kamen eine Menge neuer Ideen und Verbesserungsvorschläge aus der Klasse, so dass ich gespannt war,  wie die einzelnen Gruppen wohl ihre individuellen Boote umsetzen würden.