Vorsicht, Lava!

Stell dir vor, du sitzt in deinem alten Klassenraum, lauscht dem monotonen Vortrag der Lehrkraft und malst ein bisschen geistesabwesend vor dich hin… PLÖTZLICH bricht ein Vulkan neben dir aus! Die rote Lava fließt langsam über den Tisch, bahnt sich ihren Weg zwischen Schulheften und Federmappen. Panik bricht aus, du kannst dich gerade noch auf deinen Stuhl retten, ehe sich die Lava auf dem Boden ergießt. Ruhig bleiben, denkst du dir. Du schließt deine Augen, atmest 3 Mal tief durch und öffnest sie wieder.

Auf einmal sitzt du wieder auf deinem Platz im Klassenraum. Es herrscht reges Treiben, einige Schülerinnen und Schüler haben sich um einen Tisch geschart und bestaunen etwas darauf. Jemand ruft „Wow, fast wie ein echter Vulkan“. Du traust deinen Augen kaum, auf dem Tisch steht ein kleiner Berg aus Alufolie, etwas Rotes, Schaumiges, nach Essig Riechendes kommt aus einer Öffnung ganz oben geflossen. Dir wird klar, dass es sich beim dem vermeintlichen Vulkanausbruch nur um einen Tagtraum gehandelt hat…

Zu Schulzeiten hätte mir sowas durchaus passieren können. Doch an diesem Morgen ist in der Klasse 6a nicht nur ein Vulkan ausgebrochen.

Nachdem die Kinder in den letzten Stunden schon geklärt haben, welche Energiequellen es gibt und für was sie genutzt werden können, ist es heute an der Zeit die Theorie in die Praxis umzusetzen und selber ein paar Energieträger zu testen. Nach einer kurzen Wiederholung der einzelnen Energieformen – Konstantin Vetter und Tobias Czotscher haben dazu Klebekarten mitgebracht, die sie nach und nach mit der Hilfe der Klasse an der Tafel anbringen – wird die Klasse in Kleingruppen eingeteilt.

Kurze Wiederholung der Energieformen
Kurze Wiederholung der Energieformen

Jede Gruppe soll ein Experiment machen und danach mit einer anderen Gruppe tauschen, bis alle durch sind. Bis auf die Kernenergie sind alle Energieformen in den Experimenten vertreten. Besonders das Experiment, bei dem ein Vulkanausbruch simuliert wird, sorgt für Aufregung.  Aber auch die anderen Experimente sind sehr spannend. Von einem  durch Reibung tanzenden Stern, über selbst-fließendes Wasser, Domino-World und Magnet-Experimenten bis zum Bau eines Schaltkreises und Kochen im Reagenzglas, ist alles dabei.

Einer der Versuchskörbe
Einer der Versuchskörbe

Den Kindern scheinen alle Experimente sehr viel Spaß zu machen und ich darf bei dem ein oder anderen kleinen Versuch ein wenig mithelfen und lerne etwas dabei. Auch für mich ist der letzte Physik- und Chemieunterricht eine Weile her…

Zum Schluss besprechen wir noch, welche Energieformen in den jeweiligen Experimenten vorkommen – ich ertappe mich selbst bei dem Trugschluss, dass pro Experiment nur eine Form vorhanden ist, die Kinder wissen es aber zum Glück besser und erklären mir, dass z. B. bei dem simulierten Vulkanausbruch chemische Energie und auch die Lageenergie zusammenkommen. Nach soviel Aufregung entlässt uns Frau Börger in die wohlverdiente Pause.

Bildquellen

  • Kurze Wiederholung der Energieformen: SFB 1232 / Emilia Kurilov
  • Einer der Versuchskörbe: SFB 1232 / Emilia Kurilov
  • Welche Energie setzen die Dominosteine frei?: SFB 1232 / Emilia Kurilov

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